Kurze Geschichte über die Vergänglichkeit


Die feinen Wasserpartikel steigen auf in den Himmel, wo sie in den Wolken schweben. Schließlich fallen sie zur Erde hinab, wenn es kalt genug ist, als Schneeflocken. Im Laufe ihres Tanzes durchs Schneeflockenleben verändert sie sich ständig und ist einzigartig unter all den anderen Flocken, die ihrerseits einzigartig sind – keine gleicht der anderen.

Auf der Erde angekommen wird sie früher oder später wieder zu ihrem Ursprung zurückkehren. Sie wird wieder Wasser werden und kehrt wieder dorthin zurück von wo sie herkam.

Und wir Menschen? Wir sind doch ganz genauso wie diese Schneeflocken!

ZEN

Ein Mensch von großem Charakter sollte sich überhaupt nicht von anderen Leuten irreführen lassen. Er ist Herr seiner selbst, wohin er auch gehen mag. So, wie er steht, ist bei ihm alles richtig.

O Jünger des Weges, es ist wahrhaft schwierig, sich selbst wirklich treu zu sein! O ehrwürdige Herren, wenn ich euch sage, dass es kein Dharma gibt, solange ihr es außen sucht, verstehen mich die Lernenden nicht. Hier wird ein großer Irrtum begangen. Ein großer Meister sagt: Der dunkelste Abgrund der Stille – das ist es wahrhaftig, wovor man schaudern muss.

O Jünger des Weges! Ihr, die ihr in diesem Augenblick meiner Rede lauscht, seid nicht die vier Elemente (die euren Leib bilden). Ihr seid das, was die vier Elemente benutzt. Wenn ihr imstande seid, (diese Wahrheit) zu sehen, könnt ihr in eurem Kommen und Gehen frei sein. Soviel ich sehen kann, gibt es nichts, das ich zurückweisen würde.

Daisetz Teitaro Suzuki