Hans-Peter Dürr zu Materie

Gibt es Materie?

Quelle des Fotos: epochtimes.de

Mir ist ein Buch in die Hände gefallen, in dem Hans-Peter Dürr, der Natur- und Geisteswissenschaftler mit dem Schriftsteller Dr. Peter Michel ein Gespräch über klassische Physik, Quantenphysik und im weitesten Sinne Religionen führt.
U.a. sprechen die beiden über die Frage, ob es Materie gibt.

Auszug: „Wir sprechen von einem Prozess, der eigentlich nur auf eine grobe Betrachtungsweise passt. Wenn ich also sage, ein Tisch lebt nicht, aber wir leben, dann rede ich in gewisser Weise über Materie. Wenn ich nur von mir spreche, kommt schon etwas Anderes hinzu. Sobald ich von Lebendigkeit spreche, kommt eine Qualität hinzu, die vorher nicht da war – Veränderung. Niemand bleibt an der gleichen Stelle, weil wir uns im Gegensatz zur Vorstellung von Realität in einer Wirklichkeit dauernd verändern.

Wenn man also beginnt, das ganze Leben genauer zu betrachten, dann schaut es anders aus. Oberflächlich kann ich um einen Tisch herumgehen, ihn anfassen und etwas auf ihn stellen. Der Tisch ist da! In Wahrheit ist der Tisch lebendig. Er hat eine Temperatur, er weist eine Hintergrundbewegung auf. Es gibt in ihm Atome und Moleküle, die sich in einer ungeheuren Lebendigkeit in alle Richtungen bewegen. Eigentlich gibt es gar nichts Unlebendiges! Nur weil bestimmte physikalische Prozesse einen Mittelwert ergeben, bleibt der Tisch in vordergründiger Betrachtung der feste, anscheinend leblose Tisch. Aber dieses Konzept gerät immer mehr ins Wanken.

Wir sprechen nur von Vergröberungen, die sich uns in einer bestimmten Weise zeigen. Aber im Grunde gibt es keine Materie! Diese radikale Formulierung wird mir gelegentlich kritisch vorgehalten, aber meine Kritiker möchten nicht genau hinhören. Sie sagen, sie hätten den ganzen Tag mit Materie zu tun. Daraufhin erwidere ich ihnen, sie gäben sich ja auch nicht die Mühe, einmal auf die Feinheiten zu schauen….

….Es wird deutlich, dass jede Vereinfachung unserer hochkomplexen, viele Dimensionen umfassenden Wirklichkeit zu einer verzerrenden Vergröberung führt. Wir reduzieren das LEBEN auf einen dreidimensionalen Raum, in dem wir Dinge mit der Hand berühren können, in dem wir auf ein Knöpfchen drücken können – und bestimmte Dinge geschehen. In diesem System bin ich selbst abgetrennt vom Ganzen. Alles ist Materie und nur Materie. Alles ist isoliert, ist eine Welt für sich allein. Doch das ist ein Irrtum!

Wir beginnen langsam zu begreifen, dass es zwischen dieser »Materie« eine Wechselwirkung gibt.“

Soviel bis hierher zur Frage, ob es Materie gibt. Diese und noch viele andere Veröffentlichungen nahmhafter Wissenschaftler zu diesem Thema sind bereits erschienen. Hier zwei Bücher, die ich Ihnen gerne ans Herz legen würde:

Das oben angesprochene Buch von Hans-Peter Dürr heißt Es gibt keine Materie!

Und das andere Buch ist von Ulrich Warnke und heißt Quantenphilosophie und Spiritualität

 

Veröffentlicht von

kantmann

Weltbürger, weil alle Menschen gleich sind.