Askese

Neulich sagte mir jemand, dass er asketisch leben möchte. Ich frage mich seither, was das wohl bedeutet.

Im heutigen Sprachgebrauch engen wir den Begriff Askese auf freiwillige Enthaltsamkeit ein. Das stimmt so aber nicht ganz, es ist einiges mehr. Askese ist eine Selbstschulung aus religiöser und philosophischer Motivation heraus, wobei es Tugenden zu erlangen gilt, die die Festigung des Charakters bedingen sollen. Denken und Verhalten werden so diszipliniert.

Wir müssen ja nicht gleich zum sprichwörtlichen Asketen werden, jedoch tut es uns mit Sicherheit gut sich täglich etwas in Askese zu üben! Im Umgang mit unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen. Mit unseren Mitarbeitern, mit unseren Tieren. Gehen die Chefs mit ihren Mitarbeitern fair um, wird es ihren Charakter stärken! Tun sie das nicht, sind sie schwach und charakterlos. Geht der Bauer fair mit seinen Geschöpfen um, wird er um so mehr von den Tieren bekommen.

Im Konsumverhalten etwas asketischer zu sein und einen Kleinwagen statt einen SUV zu benutzen schadet niemanden! Wir können laufen statt fahren, vegetarisch essen statt Tiere töten… Die Liste lässt sich unendlich verlängern.

Link zum Wikipedia-Artikel zu diesem Thema: Askese

Beitragsbild gefunden auf Wikipedia. Es zeigt ein Gemälde von Frank Buchser – Askese und Lebenslust (1865)